Natur und Boden

Natur in Abbaustellen von mineralischen Rohstoffen

Durch den Abbau von mineralischen Rohstoffen wie Steine, Kies, Sand und Lehm entsteht wichtiger Lebensraum für zahlreiche seltene Arten, welche ursprünglich in den Auengebieten beheimatet waren. Diese Pflanzen und Tiere sind angepasst an einen Lebensraum, welcher sich stetig verändert.

Im letzten Jahrhundert wurden viele Flüsse begradigt und die Auenlandschaften entlang der Flüsse verloren damit ihre natürliche Dynamik. Durch diese Massnahmen gewann der Mensch neue Flächen, um sie landwirtschaftlich zu nutzen oder sein Hab und Gut vor Überschwemmungen zu schützen. Für Pflanzen und Tiere ging dabei, jedoch ein überlebenswichtiger Lebensraum verloren.

Eine Vielzahl dieser spezialisierten Arten steht deshalb heute auf der Liste der National prioritären Arten.

Die natürlichen Flusslandschaften setzen sich aus einem Mosaik von Pionierlebensräumen (Gewässer, Sandfläche, Kiesflächen usw.) zusammen, welche man in ähnlicher Form in Abbaustellen von mineralischen Rohstoffen wiederfinden kann. Die Abbautätigkeiten bringen die nötige Dynamik und schaffen immer wieder neue Biotope, welche eine hohe Artenvielfalt beherbergen.

Die Kies- und Betonindustrie fördert aktiv diese Naturflächen und erstellt ideale Lebensräume. Seit mehreren Jahrzehnten erbringt die Branche den Beweis, dass ein Zusammenspiel von Natur und Wirtschaft wichtig und möglich ist.

 

Boden in Abbaustellen von mineralischen Rohstoffen

Um Steine, Kies, Sand und Lehm abzubauen, muss auf den bewilligten Flächen etappenweise der landwirtschaftlich genutzte Boden oder Waldboden zeitweilig abgetragen werden. Als Boden wird die oberste Schicht der Erde, in welcher Pflanzen wachsen und die Bodentiere leben, bezeichnet.

Alle Arbeiten mit Boden müssen mit grösster Sorgfalt ausgeführt werden, damit die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten bleibt. Die Bodenschichten werden deshalb separat nach den verschiedenen Horizonten (Ober- und Unterboden) abgetragen, zwischengelagert und zur Rekultivierung wiederverwendet.

Der fachgerechte Umgang mit Boden ist gesetzlich im Umweltschutzgesetz (USG) und in der Verordnung über die Belastung von Boden (VBBo) geregelt. In der Rekultivierungsrichtlinie des FSKB werden die Massnahmen konkretisiert.

Nach dem Abbau von mineralischen Rohstoffen werden Abbaustellen wieder verfüllt und das Gelände nach bewilligtem Plan gestaltet und rekultiviert. Ist der sorgfältige Bodenaufbau abgeschlossen, folgt bei Landwirtschaftsböden die wichtige Phase der bodenschonenden Folgebewirtschaftung. Erst nach frühestens 3 Jahren sorgfältige Bewirtschaftung kann der Boden wieder normal genutzt werden. Beim Waldboden wird nach der Rekultivierung wieder aufgeforstet.

Die Kies und Betonindustrie will mit dem sorgsamen Umgang mit Boden die langfristige Bodenfruchtbarkeit gewährleisten.

Publikationen

Weitere Informationen über Natur und Boden in Abbaustellen erhalten sie bei der Geschäftsstelle des FSKB Bern

Telefon 031 326 26 26 oder unter info@fskb.ch