VON ZEITZEUGEN, KUNSTWERKEN UND INNOVATIONEN

Kaum ein anderer Baustoff lässt so viel Kreativität mit gleichzeitiger Beständigkeit zu wie Beton. Seit Jahrhunderten wird in der Schweiz mit Beton gebaut und Raum geschaffen. Bauten für Wohnen und Begegnung, für Verkehrsverbindungen und Energiegewinnung, für Kultur und Wissensaustausch und für Auszeiten, Spiel und Spass. Die folgende Auswahl an Betonbauten zeigt nicht nur die kreative Vielfalt, sondern auch den Nutzen von Beton als ein widerstandsfähiger Baustoff mit Zukunft für Innovation.

Wichtiger Bestandteil zur Gewinnung von nachhaltiger Energie

Das Wasserkraftwerk Hagneck in Biel gliedert sich durch den warmen Gelbton harmonisch in das Gestein rund um das Kraftwerk ein. Dank seiner Beständigkeit kann Beton als wichtiger Bestandteil in der Erzeugung von Wasserkraft genutzt werden.

Architekt: Penzel Valier, Zürich

Zeitzeugen treffen auf Moderne

Das 1898 eröffnete Landesmuse- um in Zürich wurde im Jahr 2016 durch einen modernen Betonbau ergänzt. Der für den Bau entwickelte Tuffbeton nimmt den Tuffstein aus dem historischen Gebäude auf. Ein architektonisches Kunstwerk, das eine historische Baute mit Modernem gekonnt verbindet und aufwertet.

Architekt: Christ & Gantenbein AG, Basel

Innovation trifft auf Kunst

Der abgebildete 23 Meter hohe Turm wird im 3-D-Betondruckverfahren erstellt und soll eine Kulturstätte im Dorf Mulegns am Julierpass werden. Optisch erinnert er an die Bündner Zuckerbäckertradition. So haben sich im 18. Jahrhundert zahlreiche Bündner Auswanderer in Europas Hauptstädten einen Namen als Patissier gemacht und Torten in Form filigraner, kleiner Zuckertürme mit aufwendiger Verzierung gestaltet.

Architekten: Benjamin Dillenburger und Michael Hansmeyer (beide ETH Zürich)

Im Einklang mit der Natur

Ein bestehendes Maiensäss in Flims wurde mit Dämmbeton abgegossen. Durch den Erhalt des ursprünglichen Charakters gliedert sich das Haus auch heute noch unscheinbar in die wilde Natur ein und bietet innen ein architektonisches Kunstwerk mit viel Raum, um dem Trubel des Alltags entfliehen zu können.

Architekt: Nickisch Walder Architekten (Selina Walder und Georg Nickisch), Flims

Architekturpreis BETON

Der Architekturpreis BETON wird seit 1977 für beispielhaft gute Bauten aus Beton verliehen und ging anlässlich der letzten Ausgabe bei 175 Eingaben an den Neubau des Unterhaltsstützpunktes Berninapass. Beton ist mit seinen Eigenschaften für das dortige extreme Klima und die Nutzungsanforderungen die logische Wahl. Es liegt zudem auf der Hand, dass die Struktur des Bauwerks aus Stahlbeton gefertigt ist, um ein stabiles Tragwerk und widerstandsfähige Räume für die verschiedenen Nutzungen schaffen zu können. Zudem hat das Gebäude dank elementaren geo- metrischen Formen eine starke Beziehung zur Landschaft. Alles am Gebäude wirkt selbstverständlich, entfaltet aber eine eindrückliche Wirkung.

Architekt: Bearth & Deplazes Architekten